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Deutschland besiegt die Niederlande mit 3:2
03.04.2007
Ein erfolgreiches Sportwochenende für deutsche Sportler liegt hinter uns. Henry Maske feiert ein Comeback, was einem Traum gleichkommt und die deutsche Damenauswahl im Sitzvolleyball feiert einen traumhaften Erfolg.
Der Gegner? Niemand anderes als die seit Jahren ungeschlagene holländische Nationalmannschaft auf die man im Rahmen des diesjährigen int. Womansday traf. Aber der Reihe nach.
Während eines harten Trainingstag in Utrecht, stimmte das Trainergespann die Mannschaft auf die bevorstehende Herausforderung ein.
Festigung des Spielsystems, Umsetzung der vorgegebenen Taktik und der bisher im Training erarbeiteten Dinge - Das waren die Ziele, die von den Trainern vorgegeben wurden. An einen Erfolg zu glauben war fast schon vermessen. Trotzdem, die Anspannung im Team war deutlich spürbar und steigerte sich Stunde um Stunde.
In den ersten beiden Spielen des Turniers experimentierte Trainer Sven Ritter ein wenig mit der Aufstellung und Taktik, um so die optimale Aufstellung zu finden. Die angetretenen holländischen Vereinsmannschaften wurden jeweils klar mit 2:0 besiegt.
Um 13.00 Uhr Ortszeit war es dann soweit. Das Länderspiel war von den Veranstaltern seit langem angekündigt und entsprechend fand sich das sitzvolleyballbegeisterte Publikum in der Halle ein.
Die Deutschen starteten sehr nervös und fanden nicht so recht zu ihrem Spiel. In den Auszeiten versuchte das Trainergespann immer wieder Ruhe ins Team
zu bringen, doch es sollte nichts nutzen. Der erste Satz ging klar mit 14:25 verloren.
Zu Beginn des 2ten Satzes und einer Umstellung der Anfangsformation dann die ersten guten Spielzüge auf deutscher Seite. Mit solidem Sitzvolleyball und taktisch klugem Aufbauspiel wurde Punkt um Punkt eingefahren und plötzlich stand es 25:23 - Satzgewinn Deutschland.
Noch relativ unbeeindruckt starteten die Holländerinnen in den 3ten Satz und gingen mit schnellen in Führung. Doch das Team um Kapitän Mandy Küsel dachte nicht an aufgeben. Mit viel Kampfeswillen, starkem Aufschlagspiel und tollem Kombinationsvolleyball wurde der Rückstand schnell in einen Vorsprung umgewandelt. Satzgewinn Deutschland - Zwischenstand 2:1.
Im 4ten Satz wurden dann Konditionsprobleme innerhalb der deutschen Auswahl deutlich. Mit dem Publikum im Rücken nutzten die Holländerinnen die Gunst
der Stunde und entschieden diesen Satz mit 25:18 für sich.
Vor dem Tiebreak dann die letzten Anweisungen der Trainer und innerhalb der Mannschaft machte sich ein unglaublicher Siegeswille breit. Dieser wurde gleich zu Beginn des Satzes mit einigen starken Aufgaben auch dem Gegner und dem erstaunten Publikum deutlich gemacht. Schnell wurde eine klare Führung herausgearbeitet und bereits beim Stand von 8:3 - Seitenwechsel - war das Ergebnis fast klar. Sicher und souverän wurde dieser Sieg nach Hause gespielt.
Erstaunen auf der holländischen Seite, Sprachlosigkeit bei den holländischen Fans und grenzenloser Jubel bei den deutschen Spielerinnen nach diesem
grandiosen und kaum für möglich gehaltenen Ergebnis: Deutschland - Niederlande 3:2.
Co-Trainer Frank Weißleder nach dem Spiel: "Ich bin wahnsinnig stolz auf unsere Mannschaft. Sie hat mit mentaler Stärke und einem großartigen Kampfeswillen die Herausforderung angenommen und einen Sieg erkämpft, der unter den derzeitigen Bedingungn mit Sicherheit nicht zu erwarten war. Unser Ziel ist jetzt klar definiert und ich hoffe, dass die Motivation lange anhält um die anstehenden sicher nicht leichten Aufgaben weiter zu bewältigen."
Die Sivostars danken an dieser Stelle der Firma WB-Werbung in Hoym, für die Einkleidung, dem Ingenieurbüro Jörg Herrmann, für den Transfer und die Unterstützung im Turnierverlauf und natürlich dem holländischen Organisationsteam (Paula List, Elvira Stinissen, Hans Kleingeltink und Jouke de Haan) für die perfekte Vorbereitung und dafür, dass sie dieses Länderspiel überhaupt erst möglich gemacht haben.

Für Deutschland waren am Start: Claudia Maitre, Tatjana Loettske, Katharina Kleeblatt, Elly Sieck (alle Paralympischer SC Berlin),
Anett Wischnewski, Stefanie Langnau, Sandy Lietz (BV Leipzig), Mandy Küsel, Anett Jelitte und Diana Trapp (HSV Medizin Magdeburg).
Verletzungsbedingt fehlten Tanja Schrage und Ivonne Neugebauer (Paralympischer SC Berlin).
Übrigens: Bilder vom Turnier gibt es hier:fotogijs.nl
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