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Sitzvolleyball-Damen belegen bei der EM Platz 6
14.09.2007
Es herrschte eine Mischung aus Stolz und Enttäuschung im Mannschaftsbus der deutschen Damen, als diese die Heimreise von den Europameisterschaften in Ungarn antraten.
Stolz darrüber, dass man es als Mannschaft geschafft hatte überhaupt bei diesen Europameisterschaften anzutreten und Enttäuschung darüber,
dass die Erfüllung des ganz großen Traums leider doch nicht geschafft wurde. Platz 5 bei dieser EM war das Ziel und mit der Erreichung dieser
Platzierung hätte sich das Team für die Paralympics in Peking qualifiziert. Platz 6 war es am Ende einer langen Turnierwoche.
Doch rückblickend sollte es vor allem Stolz sein, der überwiegt. Stolz auf das Erreichte und darauf, dass es der Mannschaft in Ungarn gelungen ist mit einer geschlossen guten Mannschaftsleistung Zeichen zu setzen und Stolz darauf, dass man es trotz fehlender Rückendeckung des Verbandes bis zu dieser EM geschafft hat.
Headcoach Sven Ritter nach der EM: "Aus sportlicher Sicht, konnte die Mannschaft aufgrund von Nervosität und mangelnder Wettkampferfahrung das Trainierte
nicht optimal umgesetzen.
Doch das Team hat viele Spiele knapp im 4. Satz oder auch im 5. Satz verloren. 4 Spiele gegen die Top 5 der Welt waren keine leichte Angelegenheit, was man bei der
Betrachtung nicht vergessen darf. Eines haben die Mädels besonders eindrucksvoll gezeigt. Je öfter sie Nackenschläge bekommen haben, desto
größer war das Wiederaufstehen und der Kampf im nächsten Spiel.
Ich denke, dass das Team durch ihre Spielweise insbesondere über die Mitte einen Trend im internationalen Frauenvolleyball gesetzt hat.
Kein anderes Team hat versucht mit Schnellangriffen über die Mitte zu agieren. Ich denke, bei den nächsten internationalen Highlights könnten
einige Teams das vielleicht schon übernommen haben."
Sehr viel positive Resonanz gab es auch von internationalen Beobachtern und der Konkurrenz.
Sie alle haben das Team und ihre Spielweise gern in Ungarn gesehen. Speziell unter der Betrachtung der mangelhaften Unterstützung aus dem Heimatland fand die
gezeigte Leistung großen Respekt und Anerkennung verbunden mit dem Wunsch diese Mannschaft bald wieder auf internationaler Ebene spielen zu sehen.
Und eins sollte an dieser Stelle nicht vergessen werden. Ohne die Hilfe der zahlreichen Spender und des Fördervereins we4sports e.V. wäre eine Teilnahme der Mannschaft an der EM niemals möglich gewesen! Vielen Dank an dieser Stelle an alle Beteiligten!
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